Wie verringern Sie die TCO Ihres FTTx-Netzes?

Telekommunikationsnetze
Sonntag, 19. September 2021 - 21:22

Die zukünftigen Bedürfnisse von Telekommunikationsnetzen voraussehen und gleichzeitig die TCO reduzieren. Entdecken Sie eine skalierbare Technologie-Lösung, die auf der Verdichtung von Lichtwellenleiterkabeln basiert.

Verdichtung der Leitungen zur TCO-Optimierung

Weiterentwicklungen von Nutzung und Technologien führen zu einem deutlichen Anstieg des Datenübertragungsvolumens. Die digitale Infrastruktur muss sich an diese Veränderungen anpassen und den künftigen Bedarf im Zusammenhang mit der Entwicklung und Sättigung der Fest- und Mobilfunknetze, der demographischen Entwicklung, der Entwicklung von Smart Cities mit hohem Datenvolumenbedarf usw. voraussehen.

Um auf diese Probleme zu reagieren, haben wir ein skalierbares Technikkonzept entwickelt, das es ermöglicht, den Bedarf der Zukunft vorauszusehen und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten des Netzes (TCO) zu senken. 
 

TCO: Definition und Anteile an der Netzinfrastruktur

Was ist TCO?

Die TCO (Total cost of ownership oder Gesamtbetriebskosten) entsprechen den Gesamtkosten des Netzes über seine gesamte Lebensdauer (Summe der Kosten von Infrastruktur, Installation, Ausbau, Wartung, Betrieb usw.).

Der Tiefbau entspricht mehr als der Hälfte der TCO der FTTx-Netze

Bei der Erstellung eines FTTx-Netzes betragen die Tiefbau- und Installationskosten laut FTTH Council 56 % der Gesamtbetriebskosten für das Netz. Dieser Prozentsatz bleibt der größte Anteil an den TCO, obgleich er je nach Art der Netzinfrastruktur (Freileitungskabel oder Erdkabel) und der Verfügbarkeit oder Nichtverfügbarkeit einer bestehenden Infrastruktur variiert. 

Die Telekommunikationsinfrastruktur umfasst mehrere Teilinfrastrukturen: Kabel, Leitungen und Gräben, und jede hat einen anderen Lebenszyklus und vor allem unterschiedliche Kosten. Die Leitung und das Kabel machen nur 12 % der TCO aus. In der Regel entsprechen die Kosten eines Mikrograbens ungefähr dem 30-fachen der Kosten eines Kabels und die eines herkömmlichen Grabens dem 100-fachen.

Das Anlegen eines Grabens kann über mehrere Jahrzehnte abgefedert werden, solange das Netz nicht verändert werden muss. Um künftigen Kosten für den Ausbau der Infrastruktur vorzubeugen, müssen von Anfang an strategische Entscheidungen getroffen werden. Daher hat ACOME eine innovative Technologie entwickelt, um die TCO der Netzinfrastrukturen zu optimieren.

Die Lösung von ACOME zur Reduzierung der TCO bei Glasfasernetzen

Die Bevorzugung von Kabeln mit hoher Dichte: weniger Gräben, aber mehr Anschlüsse

Natürlich denkt man schon beim Aufbau des Netzes an die Installation zusätzlicher Mikroleitungen, damit sich das Netz mit der Zeit und den Entwicklungen der Umgebung entsprechend weiterentwickeln kann.


Nehmen wir folgendes Beispiel: Eine Anordnung von 7 Mikroleitungen 12/2 (ø 8 mm), die in einem Mikrograben verlegt werden, wobei 576 Fasern verlegt werden müssen (6 Kabel mit 96 Fasern) und 1 Unterleitung verfügbar bleibt. 

Wählt man von Anfang an Kabel mit hoher Dichte (d.h. 3 HD-Kabel mit 192 Fasern)1 , ermöglicht dies:

  • 8 % der TCO bei der Installation zu sparen und dabei 3 statt 6 Kabel zu blasen (auch wenn das HD-Kabel selbst teurer ist).
  • Die Skalierbarkeit des Netzes, um den Faktor 4 zu erhöhen, da statt einer einzigen 4 Unterleitungen verfügbar bleiben

Dieses Modell mit Mikroleitungen, die eine längere Zeitreserve haben, bevor die Überlastung eintritt, verbessert auch die TCO über den gesamten Lebenszyklus der Infrastruktur.

Relative Kosten der Installation von Standardkabeln im Vergleich mit hochdichten Kabeln:

TCO DE

Wir setzen das Beispiel fort: Man kann sich vorstellen, dass eines Tages aus einem Grund X die Notwendigkeit besteht, die Menge der Fasern (1 572 Fasern) zu verdoppeln. 

Das Entfernen eines vorhandenen Kabels zur Installation eines neuen mit doppelter Dichte ermöglicht:

  • die Vermeidung einer Erhöhung der TCO um 70 % aufgrund eines neuen Grabens, der notwendig wird, wenn nicht Kabel mit doppelter Dichte installiert werden.
  • die Verteilung der Kosten im Zusammenhang mit dem Blasen der Standardkabel, die hätten eingebaut werden müssen (d. h. 12 Standardkabel anstelle von 6 mit hoher Dichte).

Dieses Modell verbessert die TCO also über mehrere Jahre hinweg erheblich, indem das Anlegen neuer Gräben zeitlich verschoben wird.

Kosten der Verdopplung der Faseranzahl: Anlegen eines neuen Grabens im Vergleich mit Kabeln mit hoher Faserdichte

 

TCO DE 2

Lernen Sie unsere Kabel mit hoher Faserdichte kennen (https://www.acome.com/de/product/272-acoptic-ftth-mcd1521-hd)

 

Ausbaufähige Netzinfrastruktur und ständige Verdichtung

Durch die Verdichtung der Leitungen wird ein neuer Graben überflüssig. Ein Kabel mit doppelter Faserdichte ersetzt zwei Kabel von gleichem Durchmesser mit einfacher Dichte. 

Durch das Entfernen von zwei Kabeln aus zwei Mikroleitungen und das Ersetzen mit einem einzigen Kabel mit doppelter Dichte wird eine Mikroleitung freigemacht, die zur weiteren Verdichtung der Netze weiterverwendet werden kann. Mit dieser freien Mikroleitung kann zu gegebener Zeit ein neues Kabel doppelter Dichte installiert und aus einer benachbarten Leitung ein Kabel geringerer Dichte entfernt werden. Dadurch wird eine neue Mikroleitung zur freien2 Mikroleitung. Diese Technologie schafft eine kontinuierliche Skalierbarkeit und der Vorgang ist wiederholbar, solange Kabel mit einer höheren Dichte als die installierten existieren.

Das Überblasen: eine innovative Technik zur Verdichtung bereits überbelegter Leitungen

Wenn die (Unter-)Leitungen bereits überlastet sind und keine neue Mikroleitung mehr hinzugefügt werden kann, besteht die Möglichkeit, die Betriebsunterbrechung durch einen originellen Ansatz zu begrenzen: das Überblasen. Ein kleines Kabel mit hoher Dichte3 kann direkt – ohne Unterrohr – in eine Leitung „geblasen“ werden, Installationsmethoden und Geräte müssen hierfür angepasst werden.

Ersetzen von Unterleitungen, um die Ausbaufähigkeit von Netzen zu erhalten

Je nachdem, unter welchen Bedingungen das Kabel verlegt wurde, kann das Kabel in jeder Unterleitung nur ein- oder zweimal ausgetauscht werden. Bei jedem neuen Durchblasen wird das Innere der Mikroleitung abgenutzt, und nach mehreren Installationen verringert sich die Blasleistung. Wenn dies eintritt, muss die gesamte Mikroleitung ausgetauscht oder eine neue hinzugefügt werden.

Im Gegensatz zu einer Unterleitungsanordnung kann durch die Unterrohrtechnik bei Verschleiß eine Mikroleitung durch eine andere ersetzt werden.


[1] Die für die Berechnungen verwendeten Durchmesser und Kosten der hochdichten Kabel stammen von ACOME: Produktfamilien Minikabel MCD1520 (Standard) und MCD1521-HD (hohe Dichte).

[2] Als erstes muss natürlich das Kabel entfernt werden, das die geringste Auswirkung in Hinblick auf eine Betriebsunterbrechung hat. Der erste Vorgang ist zwangsläufig derjenige, der am meisten Unterbrechungen erfordert. Das neue HD-Kabel wird in der freien Unterleitung installiert (sogenannte Verdichtung). Die Fasern des zu entfernenden Kabels werden abgeschnitten und dann wieder mit dem Kabel mit hoher Dichte verspleißt. Schließlich wird das alte Kabel entfernt.

[3]ACOME verfügt über ein Sortiment von speziell für diese Nutzung geeigneten Minikabeln, das MCD1522-HD.